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Unsere Zeitzeugenfilme

Die Arbeitsgruppe Zeitzeugenfilm will dazu beitragen, persönliche Lebenserinnerungen zu erhalten. Mit über 60 Interviews mit vorwiegend Emder Zeitzeugen hat sie die Grundlage für eine Reihe zeitgeschichtlicher Filme gelegt.
Unser besonderer Dank gilt der Max-Windmüller Gesellschaft und der ländlichen Akademie Krummhörn für die Überlassung von Filmmaterial aus ihren Archiven sowie der Künstlergruppe „Das Letzte Kleinod“, deren Produktion im Emder Stadtgartenbunker wir aufzeichnen durften.

Unser Zeitzeugenfilm 1914-1938

Helmut Müller - Helmut Stomberg - Willy Möller - Onno Santjer

Dieser Film erzählt durch die Erinnerung der Interviewpartner was in diesen Jahren geschah. Ob die Munitionsfabrik im Emder Hafen, oder die bescheidenen Lebensmittelrationen im 1. Weltkrieg. Die Auswirkungen der Waffenstillstandsvereinbarungen und der Versailler Verträge. Die erste gemeinsame Volksschule für alle Stände. Die Hitler Herrschaft ab 1933, die Judenverfolgung und das alltägliche Leben, das plötzlich ganz anders war.

Hans Heinrich Schulte
fährt seinen Vater und Herrn Dr. Lübbers zur Eröffnung des Küstenkanals,aber warum nicht nach Oldenburg?

Claas Brons
sieht 1918 drei Zeppeline über Emden, die in Feindesland nach Belgien fliegen. Aber nur einer kehrt zurück.

Irmgard Höppner
erzählt wieso ihr Schwiegervater, in der Inflation für Devisen arbeitet, und auch seine Arbeiter damit bezahlt.

Maria Hamer
erklärt warum Herr Lorbecki mit einem Anhänger und dem Slogan „Religion ist  Opium fürs Volk“ durch Emden fährt.

Wilhelmine Siefkes.
In dem Theater Stück von Gerd Brandt und Christine Schmidt-de Vries erfahren wir vieles zum Verständnis unserer Zeitgeschichte.

Johannes Diekhoff
lernt schon als Kind,was er als Deutscher Junge zu tun hat.

Unser Zeitzeugenfilm 1939-1940

Helmut Müller - Helmut Stomberg - Willy Möller - Onno Santjer
Alfred Eitel

In den Erinnerungen von Zeitzeugen – ergänzt durch Ausschnitte der Lokal-Zeitungen - werden die ersten Kriegsjahre in Emden beleuchtet. Alltägliches, Politisches, Komisches und Tragisches treffen in den Erzählungen der zwischen 1911 und 1930 geborenen Interviewpartner aufeinander.

Maria Hamer
schildert den Kauf eines Tanzkleides in einem jüdischen Geschäft. Da der Kauf im Laden von der Partei überwacht wurde, wählte sie den Einkauf per Boten und Koffer. Ein Lehrling besuchte sie mit einer Kleiderauswahl. Das ausgewählte Kleid wurde am nächsten Tag durch eine Näherin angepasst und geändert.

Johannes Diekhoff
wird von Dortmund per Flugzeug hinter die Front in die Niederlande eingeflogen. Auftrag: Stellungsverteidigung bis zum Eintreffen der eigenen Panzer. Dokumentation mit eigenen Fotos und Tagebuch.

Christoph Dallinga
berichtet von einem Zirkusbesuch drei Tage vor Kriegsbeginn gegen Polen. Die Vorstellung musste vielfach unterbrochen werden, da immer wieder Namen von Emdern verlesen werden mussten, deren Einberufungsbefehl bekannt gegeben wurde.

Margott Bekkering
erzählt, wie die Schwerhörigkeit ihres Vaters ihrer Mutter zwei Tage Haft und Verhöre durch die NSDAP einbrachte. Eine Nachbarin hatte die Gespräche von Vater und Mutter auf Grund der Lautstärke viel zu gut verstanden und der Partei weitergeleitet.

Johann Erdwiens
hat eine Keller-Phobie und konnte sich nicht im Luftschutzkeller aufhalten. Sein Vater mit Erfahrung aus dem 1. Weltkrieg empfahl ihm, sich einen Schützengraben im Garten zu graben. Vaters Erfahrung: „Wenn man die Bombe nicht direkt auf den Kopf bekommt, wird es gut gehen."

Unser Zeitzeugenfilm 1941

Helmut Müller - Helmut Stomberg - Willy Möller - Onno Santjer

Dieser Film erzählt durch die Erinnerungen der Interviewpartner, was in diesem Kriegsjahr geschah: Ob die erste Luftmine auf Deutschland, Bombenangriffe und Totenfeier auf dem Neuen Markt, die Situation im Emder Krankenhaus, die Lage in den Emder Schulen oder die Kinderlandverschickung.

Die Parteizeitung O.T.Z. berichtet sehr regierungsfreundlich von den Taten des Reiches und seiner Führer. Zum Beispiel von der Einkesselung Leningrads, wo bis Ende des Krieges fast 1 Million Menschen verhungern werden.

Hans Barghoorn erzählt in diesem Film über die Kinderlandverschickung, den leckeren Eintopf der Marine, die Teesonderzuteilung im Reich für sogenannte Teetrinkerbezirke und den letzten LKW für mehrere Emder Firmen.

Willi Möller liest einen Brief vom im Emder Krankenhaus beschäftigten Arzt im Praktikum Dr. Bernhard Kessler an seine Verlobte und spätere Frau. Thema: Bomben auf Emden, und die Schwierigkeiten damit im Emder Krankenhaus zurechtzukommen.

Gerhard Rosenberg erzählt vom freiwilligen Schneeschippen der Emder Schüler, der Einquartierung bei einer Norder Familie, dem Besuch des dortigen Gymnasiums, das Abhören eines Feindsenders und die Nutzung einer Bahnsteigkarte.

Almuth Krützke zieht nach einem Bombenschaden mit ihren beiden Kindern nach Middelswesterloog, in ein Dorfgasthaus. Da sie sich von Borkum eine der ersten Damenhosen mitgebracht hatte, möchte sie diese gerne anziehen. Und das in Middelswesterloog?

In der Geschichte von Johannes Diekhoff geht es um den Besuch einer Gruppe aus Kasachstan. Der Autor hat es aufgrund seiner Russlanderfahrungen im zweiten Weltkrieg extrem schwer sich mit den ehemaligen Feinden anzufreunden.

Unser Zeitzeugenfilm 1942

Helmut Müller – Helmut Stomberg – Willy Möller – Onno Santjer

Die Zeitzeugen berichten von „freiwilligen“ Arbeitskräften aus den Niederlanden. Die O.T.Z. leidet unter Papiermangel und erscheint nur noch mit 4 bzw. 6 Seiten. Claas Brons erzählt von der Bedeutung des Emder Telegrafenamtes und der Fliegerflugschneise über Emden. Die Nordseewerke bauen, trotz des schweren Angriffs auf das Werftgelände im Januar 1942 in den Kriegsjahren 30 U-Boote, was ohne Kriegsgefangene nicht möglich gewesen wäre. Die Tageszeitung wirbt für Mädchen in Uniform. Bei der Tabakwaren Rationierung gibt es keine Gleichberechtigung; Männer ab 18 Jahren erhalten 3 Zigaretten täglich, Frauen ab 25 Jahren die halbe Ration.

Irmgard Höppner beschreibt den Alltag auf der Werft ihres Schwiegervaters Ernst Höppner als Zulieferer für die Emder Nordseewerke im U-Bootbau. Es wurden während der Kriegsjahre 30 U‑Boote für die Deutsche Kriegsmarine gebaut. Die Firma Höppner fertigte Schalen für den Propellerguss.

Hermann Esser schreibt an seine Familie in Emden. Nach der schweren Schlacht um Sewastopol liegt er im Lazarett und wünscht sich nichts inniger als bald wieder bei seiner Truppe zu sein.

Heinrich Schumacher erzählt die Geschichte vom Münsteraner Bischof von Gahlen, der durch seine Predigten gegen Hitler bekannt wurde. Schumachers erhielten diese wenige Tage später durch die Familie Cassens.

Ewald Ahlrichs erzählt von seinem Pastor Krämer, der den Deutschen Christen angehörte. 1942 war Pastor Krämer Hauptmann im Kriegseinsatz. Während eines Fronturlaubs sollte er die Tochter der Familie Ahrens taufen. Da der Talar an der Front war, versuchte Ewald in Emden einen solchen aufzutreiben…

Joachim Frerichs erzählt von seinem Ernteeinsatz und der fünfzig Pfennig Bezahlung, von der Kinderlandverschickung und der Rückkehr mit Weserdampfern. Aufenthalt im Bunker, dem Flaksplitter Sammeln nach den Angriffen, dem Transportieren in Holzkisten und den Tauschgeschäften in der Schule.

Kulturfilm Emden 1935

Im Jahr 1935 lief der zwölfminütige „Kulturfilm“ als Vorfilm vor der Wochenschau. Es ist das einzige abgeschlossene Filmdokument unserer Stadt vor dem 2. Weltkrieg. Es zeigt einmalige Aufnahmen, die das alte Emden mit den engen Gassen, dem alten Rathaus, dem alten Ratsdelft und den herrlichen alten Häuserfassaden aufleben lassen. Fesselnde Aufnahmen einer Stadt die im Jahre 1944 am 6 September fast völlig zerstört wurde (über 80% der Innenstadt wurde zerstört) und nun durch diesen Film noch einmal zum Leben erweckt wird.

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